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Kaffeeblattrost

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Kaffeeblattrost ist eine Pilzkrankheit, die die Blätter von Kaffeepflanzen befällt. Man erkennt sie an den orangefarbenen, pulvrigen Flecken auf der Unterseite der Blätter. Wenn sie nicht bekämpft wird, führt sie zum Abfallen der Blätter und kann eine ganze Ernte vernichten. Sie ist eine der größten Herausforderungen für Kaffeebauern weltweit.

Was ist Kaffeeblattrost?

Kaffeeblattrost – verursacht durch den Pilz Hemileia vastatrix – ist die zerstörerischste Kaffeekrankheit der Geschichte. Er befällt die Blätter von Kaffeepflanzen, bildet orangefarbene, pulverige Sporenablagerungen auf der Blattunterseite und verursacht Blattfall, der die Photosynthese und Fruchtbildung verringert. In schweren Fällen tötet er den Baum.

CLR ist in jedem wichtigen Arabica-Anbauland vorhanden. Er verbreitet sich durch Wind und Regen, gedeiht bei warmem, feuchtem Klima und kann sich mit verheerender Geschwindigkeit in einer Region ausbreiten. Der Ausbruch in Mittelamerika von 2012–2014 zerstörte in einigen Ländern schätzungsweise 40 % der Ernte. Die gesamte Arabica-Industrie Sri Lankas wurde in den 1870er Jahren durch ihn praktisch ausgelöscht – das Ereignis, das die Insel vom Kaffee- zum Tee-Anbau wandelte.

Jede krankheitsresistente Sorte in diesem Glossar – Catimor, Castillo, Ruiru 11, F1-Hybriden – wurde zumindest teilweise als Reaktion auf CLR entwickelt. Es ist der wichtigste Antrieb für die Kaffeezüchtung weltweit, und da der Klimawandel die Bedingungen, unter denen er gedeiht, ausweitet, ist diese Forschung dringender denn je.