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Kaffeebeerenkrankheit

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Coffee Berry Disease ist eine ernsthafte Pilzinfektion, die Kirschen vor der Ernte schwärzt und zerstört. Sie stellt eine große Bedrohung in Ostafrika dar und ist ein wichtiger Antrieb für züchterische Programme zur Krankheitsresistenz.

Was ist Coffee Berry Disease?

Coffee Berry Disease (CBD) ist eine Pilzinfektion, verursacht durch Colletotrichum kahawae, die sich an sich entwickelnden Kaffeekirschen festsetzt, sie schwarz färbt und dazu führt, dass sie vor der Reifung abfallen. Bei einem starken Ausbruch kann sie eine Ernte vernichten – aus einer eigentlich hochwertigen Ernte wird unverkaufbares fehlerhaftes Material.

Sie tritt vor allem in Ostafrika auf – Kenia, Äthiopien, Uganda – wo feuchte Bedingungen die Verbreitung der Pilzsporen durch Regenspritzer und Wind begünstigen. Der Schaden ist direkt und vollständig: infizierte Kirschen reifen nie, was den Ertrag mindert und keine verwendbaren Bohnen liefert.

Die Züchtung von CBD-resistenten Sorten ist seit Jahrzehnten ein zentraler Schwerpunkt der Kaffee-Forschung in Ostafrika. Kenias Ruiru 11 wurde speziell als Reaktion darauf entwickelt. Die Bekämpfung umfasst auch den Einsatz kupferbasierter Fungizide und eine sorgfältige zeitliche Abstimmung während des kritischen Zeitraums von der Blüte bis zur Kirschenentwicklung.