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Excelsa: die übersehene Alternative beim Kaffee

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Excelsa: coffee’s overlooked alternative

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Eine sich verändernde Landschaft

Speciality-Kaffee wurde rund um Arabica aufgebaut, aber die Risse werden sichtbar. Der Klimawandel treibt die Temperaturen nach oben, der Niederschlag wird unvorhersehbarer, und Schädlinge sowie Krankheiten breiten sich schneller aus. Die begrenzte genetische Vielfalt von Arabica macht sie besonders anfällig, während steigende Dünger- und Arbeitskosten es den Produzenten erschweren, über Wasser zu bleiben. Da die weltweite Nachfrage weiter steigt, kann sich die Branche nicht leisten, ihr gesamtes Gewicht auf eine fragile Art zu legen.

Das Gespräch verschiebt sich langsam. Produzenten, Händler und Röster schauen auf andere Arten – Robusta, Liberica, Racemosa – und innerhalb dieser Gruppe befindet sich Excelsa, ein Kaffee, der lange übersehen wurde, aber in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen könnte.

Was genau ist Excelsa?

Excelsa wurde einst als eigene Art angesehen, bis sie 2006 offiziell als Varietät von Liberica eingestuft wurde. Sie wird hauptsächlich in Südostasien angebaut – Vietnam, den Philippinen, Malaysia und Indonesien – wo ihre Anpassungsfähigkeit sie für unterschiedliche Bedingungen gut geeignet macht. Im Gegensatz zu den kleinen Sträuchern von Arabica wächst Excelsa zu hohen Bäumen heran, die bis zu acht Meter erreichen können. Die Pflanzen sind robust, kommen mit schlechteren Böden und unregelmäßigem Niederschlag zurecht, und obwohl die Kirschen fast ein Jahr zum Reifen brauchen, benötigen die Bäume selbst relativ wenig Pflege.

Gebaut, um Druck standzuhalten

Für Landwirte ist eine der größten Stärken von Excelsa ihre Widerstandsfähigkeit. Die Bäume zeigen eine natürliche Resistenz gegen viele häufige Schädlinge und Krankheiten, was den Einsatz von Chemikalien reduziert. Sie bleiben über Jahre produktiv und fügen sich gut in Mischpflanzungen ein. An Orten, an denen Arabica bereits Schwierigkeiten hat, bietet Excelsa eine Stabilität, die sich als unschätzbar erweisen könnte.

Ein unverwechselbares Tassenprofil

Excelsa hat den Ruf, komplex zu sein. In der Tasse findet man oft tropische Fruchtnoten wie Mango oder Ananas, ausbalanciert durch dunklere Töne von Pflaume und Kirsche. Florale Akzente von Jasmin oder Hibiskus stehen neben erdigen und rauchigen Untertönen. Die Säure ist moderat, der Körper rund, und das Mundgefühl reichhaltig. Der Röststil macht einen großen Unterschied: Helle Röstungen bringen eine beerige Schärfe hervor, während dunklere Röstungen Schokolade, Nuss und karamellisierte Süße freisetzen. In Mischungen verleiht sie Tiefe und Struktur; als Single Origin sticht sie durch ihre ungewöhnliche Mischung aus Helligkeit und Gewicht hervor.

Praktische Vorteile in der Produktion

Die Vorteile von Excelsa gehen über Widerstandsfähigkeit und Geschmack hinaus. Ihre Kirschen ähneln in Form eher Arabica als Liberica – sie sind kleiner, weicher und leichter zu verarbeiten. Sie reifen oft gleichmäßiger und wachsen in dichten Trauben entlang des Zweigs, was die Ernte vereinfacht. Die Erträge sind generell stark, manchmal übersteigen sie die von Arabica und Robusta, was den Landwirten mehr Spielraum gibt, ohne dass neue Infrastruktur nötig ist.

Auf dem Weg zu einer vielfältigeren Zukunft

Die Vorstellung, dass Speciality-Kaffee nur Arabica bedeuten muss, beginnt sich zu ändern. Robusta wird neu bewertet, Liberica findet im Speciality-Bereich Platz, und Racemosa wird als klimaresistente Option erprobt. Excelsa verdient es, Teil dieser breiteren Bewegung zu sein. Ihre Widerstandsfähigkeit im Feld, ihr unverwechselbares Geschmacksprofil und die praktischen Vorteile im Anbau machen sie zu einer der vielversprechendsten Alternativen, die wir haben.

Die Zukunft des Kaffees wird vielfältiger sein müssen als seine Vergangenheit. Excelsa wird Arabica nicht ersetzen, aber sie kann sie ergänzen und Landwirten sowie Röstern in unsicheren Zeiten einen weiteren Weg nach vorne bieten.