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Mundgefühl

Geschmack & Cupping

Einfach erklärt

Mundgefühl beschreibt, wie sich Kaffee physisch im Mund anfühlt – ob er seidig, rau, austrocknend oder beschichtend ist. Es hängt mit dem Körper zusammen, beschreibt aber die Textur und nicht nur das Gewicht.

Was ist Mundgefühl bei Kaffee?

Mundgefühl beschreibt die physische Wahrnehmung von Kaffee im Mund über den einfachen Geschmack hinaus – die taktilen Eigenschaften von Textur, Gewicht und wie die Flüssigkeit mit den Oberflächen von Mund und Zunge interagiert. Es steht in engem Zusammenhang mit dem Körper, umfasst aber ein breiteres Spektrum an Empfindungen, einschließlich Geschmeidigkeit, Seidigkeit, Adstringenz, Trockenheit und der Qualität der Beschichtung.

Während sich Körper speziell auf das wahrgenommene Gewicht oder die Schwere des Kaffees bezieht, umfasst das Mundgefühl das gesamte taktile Erlebnis: Ein Kaffee kann mittleren Körper haben, aber ein seidiges, glattes Mundgefühl; ein anderer kann vollmundig, aber leicht austrocknend oder rau in der Textur sein. Beide Eigenschaften sind für die Qualitätsbewertung relevant, beschreiben jedoch unterschiedliche Dimensionen desselben sensorischen Erlebnisses.

Das Mundgefühl wird beeinflusst durch die Konzentration gelöster Feststoffe, Öle und kolloidaler Partikel im gebrühten Kaffee – die wiederum die Dichte und Zellstruktur des Rohkaffees, die Verarbeitungsmethode, den Röstgrad und die Brühmethode widerspiegeln. Gewaschene Kaffees haben im Allgemeinen ein saubereres, leichteres Mundgefühl als Naturals; Espresso hat ein schwereres, stärker beschichtendes Mundgefühl als Filterkaffee aus denselben Bohnen. Für Käufer, die Rohkaffee bewerten, trägt das Mundgefühl zum Verständnis bei, wie sich ein Kaffee in verschiedenen Brühformaten und Marktanwendungen verhält.