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Mikroklima

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Einfach erklärt

Ein Mikroklima sind die spezifischen Wetterbedingungen in einem kleinen Gebiet – ein wichtiger Grund, warum zwei Farmen am selben Berg sehr unterschiedlich schmeckenden Kaffee produzieren können.

Was ist ein Mikroklima im Kaffeeanbau?

Ein Mikroklima ist die spezifische Kombination atmosphärischer Bedingungen – Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windexposition und Sonneneinstrahlung – in einem kleinen, lokal begrenzten Gebiet, die sich deutlich vom übergeordneten regionalen Klima unterscheidet. Im Kaffeeanbau wirken Mikroklimate auf der Ebene eines Hangs, eines Tals, einer einzelnen Farm oder sogar verschiedener Abschnitte derselben Farm.

Mikroklimate sind einer der Hauptgründe, warum Kaffees von Produzenten, die dieselbe Sorte nur wenige Kilometer voneinander entfernt anbauen, geschmacklich deutlich unterschiedlich sein können. Eine Farm an einem nach Süden ausgerichteten Hang auf 1.800 m. ü. NN mit Nachmittagbewölkung erlebt andere Temperaturschwankungen, Feuchtigkeitswerte und Lichteinwirkung als eine Farm an einem nach Norden ausgerichteten Hang auf derselben Höhe. Diese Unterschiede beeinflussen die Reife der Kirschen, die Zuckerentwicklung und letztlich den Geschmack in der Tasse.

Das Verständnis von Mikroklimaten hilft zu erklären, warum Terroir im Kaffee eine sehr konkrete, praktische Bedeutung hat – es ist keine Mystik, sondern die messbare Wechselwirkung zwischen Geografie und Wetter. Für Einkäufer, die bestimmte Chargen beziehen, liefert die Frage nach dem Mikroklima einer Farm (Tal vs. Kamm, Nähe zu Wasser, Schattenüberdachung) nützlichen Kontext dazu, wie ein Tassenprofil wahrscheinlich aussehen wird und wie konstant es von Jahr zu Jahr sein wird.