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Kaffee-Terroir

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Terroir stammt aus dem Weinbau – es ist die Vorstellung, dass der Ort, an dem Kaffee wächst, seinen Geschmack prägt. Die Höhe, der Boden, der Niederschlag und die Temperatur einer bestimmten Farm hinterlassen alle ihre Spuren in der Tasse. Deshalb können zwei Kaffees derselben Sorte, die nur wenige Kilometer auseinander angebaut werden, völlig unterschiedlich schmecken.

Was ist Kaffee-Terroir?

Terroir – entlehnt aus dem Weinbau – bezeichnet die Gesamtheit der Umweltbedingungen, die den Charakter eines Kaffees aus einem bestimmten Gebiet prägen: Höhe, Bodenbeschaffenheit, Niederschlagsmuster, Temperaturschwankungen, Topografie, die angebauten Varietäten und die angewandten Verarbeitungstraditionen. All diese Faktoren wirken zusammen und erzeugen die Geschmacksnote eines bestimmten Ursprungs.

Deshalb kann ein SL28 aus Nyeri grundlegend anders schmecken als ein SL28 aus Kirinyaga, obwohl es sich um dieselbe Sorte handelt, die weniger als 50 Kilometer voneinander entfernt angebaut wird. Der Boden ist anders. Das Mikroklima ist anders. Die Leitung der Waschstation ist anders. Terroir fasst all diese Variablen gleichzeitig zusammen.

Im Specialty Coffee wird der Begriff Terroir lockerer verwendet als im Weinbau, wo er in vielen Herkunftsbezeichnungen rechtlich geschützt ist. Aber das Konzept ist wirklich nützlich – es erklärt, warum man nicht einfach dieselbe Sorte woanders pflanzen und dieselben Ergebnisse erwarten kann und warum der spezifische Herkunftsort eines Kaffees Teil dessen ist, wofür man bezahlt.