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Liberica
Sorten & Genetik
Einfach erklärt
Liberica ist eine völlig andere Kaffeesorte – weder Arabica noch Robusta. Die Pflanzen sind riesig, die Bohnen übergroß, und der Geschmack ist ziemlich eigen: vollmundiger, holzig, manchmal rauchig oder auf ungewöhnliche Weise fruchtig. Sie ist auf den Philippinen und in Teilen Südostasiens beliebt, aber in Spezialitätenmärkten anderswo selten.
Was ist Coffea liberica?
Coffea liberica ist eine der vier kommerziell angebauten Kaffeespezies und stammt aus Liberia in Westafrika. Sie unterscheidet sich von Arabica und Robusta in Pflanzenform und Tassencharakter: große baumartige Pflanzen mit dicken Ästen und übergroßen Blättern; Kirschen und Bohnen deutlich größer als bei Arabica; und ein Tassenprofil, das zu einem schwereren Körper mit holzigen, fruchtigen oder rauchigen Eigenschaften neigt.
Die kommerzielle Produktion konzentriert sich auf Teile Südostasiens – insbesondere die Philippinen (wo sie lokal als Barako bekannt ist), Malaysia und Indonesien – eingeführt im späten 19. Jahrhundert, als CLR die Arabica-Ernten in der Region vernichtete. Sie verträgt niedrigere Höhenlagen und höhere Temperaturen als Arabica, was sie in tropischen Tieflandregionen, in denen Arabica Schwierigkeiten hat, einsetzbar macht.
Liberica macht nur einen kleinen Bruchteil der weltweiten Produktion aus. Auf den Philippinen hat sie kulturelle Bedeutung und erzielt einen lokalen Aufpreis. Im internationalen Specialty Coffee ist sie selten – gelegentlich von Röstern angeboten, die ungewöhnliche oder traditionelle Kaffees suchen – aber weit entfernt vom Mainstream. Für die meisten Käufer ist sie eine interessante Randnotiz und keine praktische Bezugsquelle.
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