Glossar > Anbau & Verarbeitung > Kenianische Doppelwäsche

Kenianische Doppelwäsche

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Kenianisches doppeltes Waschen bedeutet zwei Runden Fermentierung und Waschen statt nur einer. Der zusätzliche Schritt entfernt mehr von der Schleimschicht, was ein saubereres, helleres Ergebnis hinterlässt. Es wird mehr Wasser verbraucht und es dauert länger, aber man kann den Unterschied in der Tasse schmecken.

Was ist der kenianische Doppelwaschprozess?

Der kenianische Doppelwaschprozess – manchmal auch als 72-Stunden-Prozess bezeichnet – ist eine traditionelle gewaschene Methode, die zwei separate Fermentierungs- und Waschphasen anstelle von nur einer umfasst. Er ist einer der Gründe für die außergewöhnliche Klarheit und Helligkeit, die mit den besten Chargen Kenias verbunden sind.

In der ersten Phase fermentiert der entpulte Kaffee etwa 24–36 Stunden in Tanks. Nach dem Waschen wird der Kaffee nicht direkt getrocknet, sondern durchläuft ein zweites, längeres Einweichen in frischem, sauberem Wasser für 12–24 Stunden, bevor er ein letztes Mal gespült und auf Hochbeeten ausgebreitet wird.

Das zusätzliche Einweichen soll weitere Fermentierungsnebenprodukte entfernen und sicherstellen, dass die Bohnen vor dem Trocknen extrem sauber sind. Das Ergebnis ist die charakteristische Helligkeit, zitronige Klarheit und saubere Süße, die die besten gewaschenen kenianischen Kaffees aus Nyeri, Kirinyaga und Murang'a so unverwechselbar machen. Der Prozess verbraucht deutlich mehr Wasser als die Standard-Gewaschene Verarbeitung, weshalb er hauptsächlich in gut ausgestatteten zentralen Fabriken angewendet wird.