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Black-Honey-Verarbeitung

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Black Honey behält während eines langen, langsamen Trocknungsprozesses im Schatten fast die gesamte klebrige Fruchtschicht auf der Bohne – und erzeugt so den schwersten, fruchtigsten aller Honey-Kaffees.

Was ist Black Honey Verarbeitung?

Black Honey Verarbeitung ist die intensivste Kategorie der Honey-Verarbeitung, bei der der größte Teil oder die gesamte Schleimschicht nach dem Entpulpen auf der Bohne verbleibt. Der Name bezieht sich auf die fast schwarze Farbe, die die Schleimschicht entwickelt, wenn sie langsam im Schatten oxidiert, über die längste Trocknungszeit aller Honey-Varianten – manchmal 4-6 Wochen oder länger.

Die Herstellung von Black Honey erfordert ständige Überwachung. Der hohe Schleimgehalt und die lange, langsame, schattige Trocknung schaffen Bedingungen, unter denen Schimmel und Überfermentation schnell entstehen können, wenn der Kaffee nicht häufig gewendet wird und die Wetterbedingungen nicht sorgfältig kontrolliert werden. Die Trocknungsumgebung ist bewusst feucht und langsam – das Gegenteil der sonnigen, schnellen Trocknung beim Yellow Honey.

Die resultierende Tasse kommt dem Charakter von Naturalprozess am nächsten: schwerer Körper, ausgeprägte Süße, intensive Fruchtigkeit und manchmal eine komplexe fermentierte Note. Besonders für Espresso kann Black Honey eine fast sirupartige, honigähnliche Fülle erzeugen, die mit keiner anderen Methode leicht zu erreichen ist. Der Nachteil ist die Haltbarkeit – Black Honey Rohkaffee ist am besten, wenn er direkt nach Ankunft geröstet wird, da der hohe Restschleimgehalt bedeutet, dass er schneller altert als gewaschene oder hellere Honey-Lots.