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Agroforstwirtschaft
Nachhaltigkeit & Ethik
Einfach erklärt
Agroforstwirtschaft bedeutet einfach, Kaffee zusammen mit Bäumen anzubauen, statt auf offenen Feldern. Die Bäume spenden Schatten, schützen den Boden und schaffen Lebensraum für Wildtiere. Viele der interessantesten Kaffees der Welt werden auf diese Weise angebaut.
Was ist Agroforstwirtschaft in der Kaffeeproduktion?
Agroforstwirtschaft bedeutet, Kaffee unter einem Blätterdach von Bäumen anzubauen, statt in voller Sonne. In vielen der weltweit bekanntesten Anbauregionen – Äthiopien, Jemen, Teile Mittelamerikas – ist das einfach die traditionelle Anbaumethode. Das Blätterdach reguliert die Temperatur, verbessert den Boden durch Laubfall, verringert Erosion und unterstützt die Artenvielfalt, die bei Monokulturen verloren geht.
Mitte des 20. Jahrhunderts rodeten viele Farmen gezielt Schattenbäume, um den Ertrag zu steigern, und kompensierten die dadurch entstehende Bodendegradation mit synthetischem Dünger. Rückblickend war dieser Kompromiss nicht immer lohnenswert. Agroforstwirtschaft wird zunehmend als nachhaltigeres Langzeitmodell anerkannt – und es gibt Hinweise, dass die langsamere Reifung der Kaffeekirschen im Schatten zu einer komplexeren Geschmacksentwicklung beitragen kann.
Die Systeme reichen von einfach – Kaffee unter einer einzigen Schattensorte – bis zu komplexen mehrstöckigen Anordnungen, die eher wie ein bewirtschafteter Wald als eine Farm funktionieren. Wenn auf einer Spezifikation oder Zertifizierung „shade-grown“ steht, ist Agroforstwirtschaft die zugrundeliegende Praxis.
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