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Stripping-Ernte

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Strip-Picking bedeutet, alle Früchte eines Zweigs auf einmal zu entfernen – schnell und günstig, aber es werden reife und unreife Kirschen gemischt, was die Qualität der Tasse beeinträchtigt.

Was ist Strip-Picking bei der Kaffeeernte?

Strip-Picking ist eine Erntemethode, bei der alle Früchte an einem Kaffeebaumzweig auf einmal entfernt werden – reife, unreife und überreife Kirschen zusammen – anstatt nur reife Kirschen in mehreren Durchgängen auszuwählen. Dies geschieht entweder von Hand (mit den Fingern entlang der Zweige laufend, um alle Früchte abzuziehen) oder mechanisch mit Erntemaschinen.

Der Hauptvorteil ist Geschwindigkeit und Effizienz. Strip-Picking ist deutlich schneller und günstiger als selektives Pflücken von Hand, was es wirtschaftlich rentabel für großflächige Betriebe macht, bei denen die Arbeitskosten für mehrere selektive Durchgänge zu hoch wären. Brasilien, der weltweit größte Kaffeeproduzent, nutzt Strip-Picking und mechanische Ernte umfangreich.

Der Kompromiss ist die Tassenqualität. Da unreife und überreife Kirschen unvermeidlich mit reifen Früchten im gleichen Lot vermischt werden, ist das Ausgangsmaterial für die Verarbeitung weniger einheitlich. Unreife Kirschen tragen weniger Süße und mehr Adstringenz bei; überreife bringen fermentierte Noten ein. Gut gemanagte strip-gepflückte Lots können dennoch guten Handelskaffee produzieren – besonders wenn Dichte- und Farbsortierung fehlerhaftes Material später aussortieren – aber die Qualitätsobergrenze ist niedriger als bei einem Lot, das aus selektiv gepflückten, einheitlich reifen Kirschen besteht.