Glossar > Anbau & Verarbeitung > Anaerobe Fermentation

Anaerobe Fermentation

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Anaerobe Fermentierung bedeutet, dass die Kaffeekirschen in einem luftdichten Behälter ohne Sauerstoff fermentiert werden. Der Sauerstoffmangel verändert die aktiven Bakterien, was zu wirklich charakteristischen und oft sehr intensiven Aromen führt – tropische Früchte, fermentierte Beeren, manchmal fast weinähnlich. Es ist eine relativ neue Technik im Specialty Coffee.

Was ist anaerobe Fermentierung bei der Kaffeeverarbeitung?

Anaerobe Fermentierung bedeutet, dass der Kaffee in einer versiegelten, sauerstofffreien Umgebung fermentiert – typischerweise Edelstahltanks, lebensmittelechte Fässer oder vakuumversiegelte Beutel. Das Entfernen von Sauerstoff verändert die mikrobielle Population: Milchsäurebakterien und anaerobe Organismen dominieren gegenüber den gemischten Gemeinschaften der offenen Tankfermentation.

Auch die Nebenprodukte sind anders. Unter den richtigen Bedingungen produziert die anaerobe Fermentierung Milchsäure, Ethanol und verschiedene Ester, die mit der Bohne interagieren und Geschmacksprofile erzeugen, die durch konventionelle Verarbeitung unmöglich sind – tropische Früchte, fermentierte Beeren, manchmal alkoholische oder bonbonartige Noten, die je nach Ausführung auffallend oder überwältigend sein können.

Sie erfordert sorgfältige Kontrolle: Temperatur, CO₂-Anstieg und Timing müssen genau überwacht werden. Schlechte Ausführung – zu lang, zu warm, schlecht versiegelt – führt zu essigartigen oder instabilen Ergebnissen. Wenn es gelingt, entstehen einige der markantesten Tassen im Specialty Coffee.