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Ethylacetat

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Ethylacetat-Entkoffeinierung ist eine der gebräuchlichsten Methoden zur Entkoffeinierung. Dabei wird eine natürlich vorkommende Verbindung verwendet – die auch in Früchten vorkommt –, um das Koffein zu entfernen. Manchmal hat der Kaffee dadurch eine leicht süßliche, fruchtige Note. Es ist eine beliebte, verlässliche und zugängliche Option.

Was ist Ethylacetat-Entkoffeinierung?

Ethylacetat (EA) ist ein organisches Lösungsmittel, das in einem der gebräuchlichsten kommerziellen Entkoffeinierungsverfahren verwendet wird. Es kommt natürlich in kleinen Mengen in Früchten und fermentierten Lebensmitteln vor – weshalb EA-behandelter entkoffeinierter Kaffee manchmal als Naturalprozess-entkoffeiniert beworben wird. In der Praxis wird das kommerziell verwendete EA jedoch fast immer synthetisch hergestellt, sodass die „Naturalprozess“-Darstellung technisch korrekt, aber etwas irreführend ist.

Die Bohnen werden gedämpft, um ihre Poren zu öffnen, mit EA gewaschen, das sich an Koffeinmoleküle bindet, abgelassen und dann erneut gedämpft, um restliches Lösungsmittel zu entfernen, bevor sie getrocknet werden.

Ein Merkmal, das bei EA-Entkoffeiniertem manchmal auffällt, ist eine leicht süßliche, fruchtige Note – die dem Estercharakter des Lösungsmittels zugeschrieben wird. Ob das positiv ist, hängt vom Kaffee und Kontext ab. Was den Geschmackserhalt und die Zugänglichkeit betrifft, liegt EA-Entkoffeinierung zwischen der kostengünstigeren Methylenchlorid-Methode und den hochwertigen Swiss Water- oder CO₂-Verfahren – eine solide Mittelklasse-Option für Röster, die eine anständige Tassenqualität ohne die Komplexität einer vollständigen Clean-Label-Positionierung wünschen.