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Kohlendioxid-Verfahren

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

CO₂-Entkoffeinierung verwendet unter Druck stehendes Kohlendioxid – keine Chemikalien – um das Koffein aus der Bohne zu ziehen. Es ist eine der saubersten Methoden, weil CO₂ selektiv ist: Es zielt auf das Koffein ab und lässt die meisten Geschmacksstoffe unberührt.

Was ist der CO₂-Entkoffeinierungsprozess?

Beim CO₂-Verfahren wird Kohlendioxid in seinem überkritischen Zustand verwendet – einem Zustand, in dem es sich gleichzeitig wie eine Flüssigkeit und ein Gas verhält – als hochselektives Lösungsmittel, um Koffein aus Rohkaffeebohnen zu extrahieren. Bei einem Druck von etwa 250–300 bar und 45°C dringen CO₂-Moleküle in die Zellstruktur der Bohne ein und binden sich gezielt an das Koffein, während größere Aromastoffe weitgehend erhalten bleiben.

Das mit Koffein gesättigte CO₂ wird dann entspannt, das Koffein scheidet sich ab, und das CO₂ wird recycelt. Keine chemischen Lösungsmittel, keine Rückstände – nur Druck, Temperatur und Physik.

Es gilt allgemein als die geschmacksbewahrendste Entkoffeinierungsmethode. Die Selektivität für Koffein gegenüber Aromastoffen ist echt, kein Marketing. Die erforderlichen Investitionskosten bedeuten, dass es nur von relativ wenigen Produzenten genutzt wird, weshalb CO₂-Entkoffeinierung preislich im Premiumsegment liegt. Für Röster, die einen hochwertigen Entkoffeinierten herstellen, lohnt sich der Qualitätsunterschied.