Glossar > Geschmack & Cupping > Phosphorsäure

Phosphorsäure

Geschmack & Cupping

Einfach erklärt

Phosphorsäure verleiht einigen Kaffees eine klare, lebendige „Pop“-Helligkeit – wie man sie in erstklassigen gewaschenen äthiopischen Kaffees findet. Sie schmeckt nicht fruchtig, sondern einfach lebendig und frisch.

Was ist Phosphorsäure im Kaffee?

Phosphorsäure ist eine anorganische Säure, die im Kaffee vorkommt und zu einer charakteristischen hellen, klaren, fast sprudelnden Säure beiträgt, die mit einigen der bekanntesten Specialty Coffees verbunden ist – insbesondere bei gewaschenen äthiopischen und bestimmten kenianischen Sorten. Im Gegensatz zu Zitronen- oder Apfelsäure, die fruchtartige Säure erzeugen, wird Phosphorsäure oft als ein „Pop“ von klarer Helligkeit beschrieben, ohne starke Fruchtassoziation – eine neutrale, lebendige Frische.

Phosphorsäure kommt natürlich im Kaffee vor und wird während der Verarbeitung nicht hinzugefügt. Ihre Konzentration variiert je nach Herkunft, Höhe und Sorte – Faktoren, die die gesamte Säurezusammensetzung der Bohne beeinflussen. Das ist ein Grund, warum gewaschene äthiopische Kaffees besonders eine einzigartig klare, helle Säure haben können, die nicht übermäßig fruchtig oder zitrusartig schmeckt, sondern einfach frisch und lebendig wirkt.

Beim Cupping wird der Charakter der Phosphorsäure von erfahrenen Verkostern oft bei der Bewertung von hoch bewerteten äthiopischen gewaschenen Sorten, kenianischen SL-Sorten oder anderen Kaffees mit besonders klarer Helligkeit festgestellt. Es ist eine der nuancierteren Säurebeschreibungen – weniger sofort erkennbar als die Apfelnote der Apfelsäure oder die Zitrusfrische der Zitronensäure – aber wenn man sie kennt, hilft sie, die spezielle Art von Lebendigkeit zu erklären, die bestimmte Herkünfte von anderen unterscheidet.