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Peaberry

Sorten & Genetik

Einfach erklärt

Ein Peaberry entsteht, wenn sich in der Kaffeekirsche nur ein Samen statt zwei entwickelt. Da keine flache Seite an eine andere Bohne gedrückt wird, wächst er zu einer kleinen, runden Form heran. Sie werden in der Mühle aussortiert und manchmal zu einem Aufpreis verkauft – die Theorie dahinter ist, dass sie aufgrund ihrer Form gleichmäßiger rösten.

Was ist ein Peaberry?

Ein Peaberry – auf Spanisch caracol, auf Swahili Kibanzi – ist eine Kaffeebohne, die sich als einzelner, runder Samen in der Kirsche entwickelt hat, anstatt der üblichen zwei flachseitigen Samen. Das passiert, wenn eines der beiden Samenanlagen in einer Kirsche nicht befruchtet wird oder sich nicht entwickelt, sodass der verbleibende Samen allein wächst – es entsteht eine kleine, runde, fast kugelförmige Bohne ohne flache Seite.

Peaberries machen etwa 5–10 % jeder Ernte aus und kommen natürlich bei allen Sorten und Herkünften vor. Sie werden während der Sortierung in der Trockenmühle vom Hauptlot getrennt.

Manchmal werden sie als Premiumprodukt vermarktet, weil die runde Form in der Trommel gleichmäßiger rotiert. Ob das zuverlässig eine bessere Tasse ergibt, ist umstritten – die Belege sind gemischt. Die Qualität der Tasse hängt vor allem von Herkunft, Sorte und Verarbeitung ab, nicht davon, ob eine Bohne rund oder flach ist. Kenianische und tansanische Peaberry-Lots sind am häufigsten erhältlich, und wenn sie von einer qualitätsorientierten Waschstation stammen, lohnt es sich, sie zu probieren. Bezahle aber nicht nur wegen der Form einen Aufpreis.