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Handelskaffee

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Einfach erklärt

Commodity-Kaffee ist das Massenmarktsegment der Branche – gehandelt nach Gewicht und Qualität statt Herkunft oder Güte, und preislich am C-Markt orientiert. Der Großteil des weltweiten Kaffees ist Commodity-Qualität.

Was ist Commodity Coffee?

Commodity Coffee bezeichnet Kaffee, der hauptsächlich als standardisiertes, undifferenziertes Produkt gehandelt wird – bewertet nach Gewicht und Qualität statt nach spezifischer Herkunft, Produzent oder Tassenqualität. Es ist das Gegenteil von Specialty Coffee: Commodity Coffee wird zum C-Markt-Preis gehandelt, meist ohne oder mit nur geringem Qualitätsaufschlag, typischerweise aus mehreren Herkünften gemischt, um Konsistenz zum niedrigsten Preis zu erreichen, und in großen Mengen über konventionelle Exportkanäle verarbeitet und gehandelt.

Der globale Commodity Coffee Markt ist riesig – der Großteil des weltweit produzierten und konsumierten Kaffees ist Commodity-Qualität, einschließlich der meisten Instantkaffees, Supermarkt-Mischungen und günstigen Café-Angebote. Der C-Markt-Preis, der durch Futures-Handel an der ICE-Börse in New York festgelegt wird, ist der Referenzpreis für Commodity Coffee und spiegelt das globale Angebot und die Nachfrage wider, nicht die Qualität eines einzelnen Lots.

Das Verständnis des Commodity-Marktes ist auch für Specialty-Käufer wichtig, da Specialty Coffee Preise typischerweise als Aufschlag über dem C-Markt ausgedrückt werden – der C-Markt ist die Untergrenze, nicht eine irrelevante Basislinie. Wenn der C-Markt einbricht (wie dramatisch 2001 und erneut 2018-19), reichen selbst Specialty-Aufschläge oft nicht aus, um Produzenten über der Existenzsicherung zu halten. Die Beziehung zwischen Commodity-Preisen und dem Wohlergehen der Produzenten ist eine der zentralen Spannungen in der ethischen Erzählung von Specialty Coffee.