Glossar > Anbau & Verarbeitung > Schwarze Bohnen

Schwarze Bohnen

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Schwarze Bohnen sind ein Zeichen dafür, dass bei der Verarbeitung oder Trocknung etwas schiefgelaufen ist. Das Innere der Bohne ist durch Schimmel oder Verfall schwarz geworden, und selbst eine kleine Anzahl in einer Röstcharge kann den gesamten Geschmack der Tasse beeinträchtigen.

Was sind schwarze Bohnen im Rohkaffee?

Schwarze Bohnen sind ein primärer Defekt im Rohkaffee – Bohnen, deren Inneres durch Pilz-, Schimmel- oder Schädlingsschäden vollständig schwarz geworden ist. Sie entstehen, wenn überreife Kirschen vor der Ernte zu Boden fallen und verrotten oder wenn beschädigte Kirschen zu lange auf dem Trockengestell liegen.

Auf der SCA-Bewertungsskala zählt eine vollständig schwarze Bohne als ein voller primärer Defekt – die schwerwiegendste Kategorie. Schon eine kleine Anzahl in einer Charge kann den Cupping-Score deutlich senken, da sie bittere, fermentierte oder faulige Fehlgeschmäcker verursachen, die beim Verkosten kaum zu übersehen sind.

Sie werden durch Schwimmtrennung, optische Sortierung und Handsortierung entfernt. Wenn du Rohkaffee mit ungewöhnlich vielen Defekten erhältst, sind schwarze Bohnen oft der Hauptgrund – und das weist fast immer auf Probleme bei der Kirschensortierung und Trocknungssteuerung am Ursprung hin, nicht auf etwas, das später behoben werden kann.