Glossar > Anbau & Verarbeitung > Quäker

Quäker

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Quakers sind die blassen, unterentwickelten Bohnen, die man manchmal in einer Charge gerösteten Kaffees sieht. Sie sind vor der Ernte nicht richtig gereift, daher rösten sie nicht wie normale Bohnen – sie bleiben heller und schmecken flach oder nach Erdnuss. Eine gute selektive Ernte reduziert sie; ansonsten werden sie nach dem Rösten per Hand aussortiert.

Was sind Quakers in geröstetem Kaffee?

Quakers sind unreife, unterentwickelte Kaffeebohnen, die beim Rösten nicht richtig durchgaren – sie bleiben nach dem Rösten deutlich heller als die umliegenden Bohnen. Sie entstehen, wenn unreife Kirschen den Verarbeitungs- und Sortierprozess passieren und in das Röst-Lot gelangen.

Sie sind leicht zu erkennen: blass beige oder cremefarbene Bohnen, die sich vom dunkleren Braun der richtig entwickelten Kaffeebohnen abheben. Sie tragen erdnussähnliche, papierartige oder fade Aromen bei, die den Geschmack der Tasse selbst in geringer Anzahl merklich verschlechtern können.

Die wichtigste Vorbeugung findet am Ursprung statt: selektive Ernte reifer Kirschen reduziert die Quaker-Häufigkeit drastisch. Die Schwimmtrennung – die Bohnen mit geringer Dichte, einschließlich unreifer, entfernt – ist auch in der Nassmühle wirksam. In der Rösterei können Quakers nach dem Rösten von Hand ausgelesen werden, um hochwertige Spezialitäten-Lots zu gewährleisten. Der SCA-Standard für gerösteten Kaffee betrachtet mehr als drei Quakers pro 100 Gramm als Hinweis auf ein minderwertiges Lot.