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Stickstoffspülung

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Stickstoffspülung ersetzt die Luft in einer Kaffeetüte durch Stickstoffgas, sodass kein Sauerstoff mehr vorhanden ist, der den Kaffee alt werden lässt.

Was ist Stickstoffspülung bei der Verpackung von Kaffee?

Stickstoffspülung ist eine Verpackungstechnik, bei der die Luft in einer Kaffeetüte oder einem Behälter vor dem Verschließen durch Stickstoffgas ersetzt wird. Da Stickstoff inert ist – er reagiert nicht mit Kaffeeverbindungen – wird dadurch der Sauerstoff entfernt, der sonst Oxidation und Verderb verursachen würde.

Bei geröstetem Kaffee ist Stickstoffspülung eine gängige Konservierungsmethode. Frisch geröstete Bohnen entgasen noch CO₂, daher würde das sofortige Verpacken in einem verschlossenen Beutel ohne Einwegventil dazu führen, dass der Beutel platzt. Die Stickstoffspülung ermöglicht ein sofortiges luftdichtes Verschließen – der Stickstoff verhindert Oxidation, während das CO₂ durch das Ventil entweicht.

Bei Rohkaffee wird Stickstoffspülung hauptsächlich für hochwertige Mikro-Lots oder für längere Lagerzeiten verwendet. In Kombination mit Vakuum- oder hermetischer Versiegelung verlängert sie die Haltbarkeit von wertvollem Rohkaffee deutlich, indem der Sauerstoff entfernt wird, der Oxidation und Qualitätsverlust verursacht. Aufgrund der Kosten für die Stickstoffspülungs-Ausrüstung findet man diese Methode meist im Spezialitätenbereich und weniger bei standardmäßigem Handels-Rohkaffee.