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Kopi Labu

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Kopi Labu ist, wie nasses, entpulptes Kaffee aus Sumatra direkt nach dem Entpulpen aussieht – angeschwollen, blass und ein bisschen kürbisartig, weil er noch viel Feuchtigkeit enthält. Er wird weiter getrocknet, bevor er exportbereit ist. Dieses Stadium zu verstehen hilft zu erklären, warum Kaffee aus Sumatra so anders aussieht und schmeckt als Kaffee aus anderen Anbaugebieten.

Was ist Kopi Labu?

Kopi Labu ist ein Begriff aus Sumatra – ungefähr übersetzt „Kürbiskaffee“ auf Bahasa Indonesia – und beschreibt grüne Bohnen im geschwollenen, feuchtigkeitsreichen Stadium direkt nach dem Nassschälen. Wenn das Pergament vor dem vollständigen Trocknen entfernt wird, ist die freiliegende Bohne weich, blass und sichtbar durch die noch enthaltene Feuchtigkeit angeschwollen. Dieses kürbisähnliche Aussehen ist der Ursprung des Namens.

Im Kopi Labu-Stadium hat die Bohne typischerweise 35–40 % Feuchtigkeit – weit über den 11–12 %, die für den Export nötig sind. Danach wird sie erneut getrocknet, um das Zielniveau zu erreichen.

Das Verständnis von Kopi Labu hilft zu erklären, warum Sumatran-Kaffees so aussehen und schmecken, wie sie es tun. Die Zellstruktur wird durch das Schälen bei hoher Feuchtigkeit gestört, gefolgt von einer zweiten Trocknungsphase, was die Bohnenstruktur grundlegend verändert – und die dunkel opalgrüne Farbe, die unregelmäßige Oberfläche und die poröse Textur erzeugt, die den Giling Basah-Kaffee auszeichnen, sowie die erdige, vollmundige, säurearme Tasse, die daraus entsteht.