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Qualität

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Grading ist die Methode, mit der Rohkaffee seine offizielle Qualitätsklassifizierung erhält. Verschiedene Länder handhaben das unterschiedlich – manche bewerten nach Bohnengröße, andere nach Defektanzahl, wieder andere danach, wie der Kaffee schmeckt. Ein Grade 1 Ethiopian zum Beispiel hat weniger als 3 Defekte pro 300g und schmeckt über einem bestimmten Schwellenwert. Es ist ein Ausgangspunkt für Qualität, aber nicht die ganze Geschichte.

Was bedeutet Grade bei Rohkaffee?

Grade ist eine Qualitätsklassifikation, die auf Rohkaffee angewendet wird, typischerweise basierend auf der Anzahl der Defekte pro 300-Gramm-Probe, der Siebgröße der Bohne und dem Vorbereitungsstandard. Die Systeme variieren stark je nach Land – es gibt keinen universellen Rohkaffee-Grade.

Äthiopien bewertet von Grade 1 bis 5 nach Defektanzahl und Tassenqualität, wobei Grade 1 der beste ist. Kolumbien verwendet Supremo (Siebgröße 17+) und Excelso (Siebgröße 15–16) für die Größe. Kenia nutzt Buchstaben für die Größe (AA, AB, C, PB) kombiniert mit Auktions-Lotnummern für Qualitätsstufen. Brasilien hat sein eigenes Defekt- und Tassenqualitätssystem. Es ist wichtig zu verstehen, mit welchem System man arbeitet – ein äthiopischer Grade 2 und ein brasilianischer Grade 2 sind völlig unterschiedliche Dinge.

Grade ist ein Ausgangspunkt, keine Garantie. Ein gut bezogener äthiopischer Grade 2 von einer qualitätsorientierten Kooperative kann deutlich besser schmecken als ein generischer Grade 1 von einer schlecht geführten Station. Der Grade legt eine Basis fest; was darüber hinaus passiert, hängt ganz von den Menschen und Praktiken hinter dem Kaffee ab.