Glossar > Geschmack & Cupping > Duft

Duft

Geschmack & Cupping

Einfach erklärt

Duft ist das, wonach Kaffee riecht, wenn er frisch gemahlen, aber noch trocken ist. Er wird getrennt vom Aroma (dem feuchten Geruch) bewertet, weil die beiden sehr unterschiedlich sein können.

Was ist Duft beim Kaffee-Cupping?

Duft ist der Geruch von trockenem, frisch gemahlenem Kaffee, bevor Wasser hinzugefügt wird – eines der zehn Merkmale, die auf dem SCA-Cupping-Formular bewertet werden, und getrennt vom Aroma (dem Geruch des aufgebrühten Kaffees) beurteilt. Im Cupping-Protokoll wird der Duft unmittelbar nach dem Mahlen bewertet, solange das Kaffeepulver noch trocken ist.

Die Unterscheidung ist wichtig, weil Duft und Aroma unterschiedliche Geschichten erzählen können. Manche Kaffees haben einen ausgesprochen ausdrucksstarken trockenen Duft – intensiv blumig, fruchtig oder süß – der stark darauf hinweist, was in der Tasse folgt. Andere sind in der trockenen Phase zurückhaltend und entfalten sich erst mit heißem Wasser dramatisch. Die Differenz zwischen Duft und Aroma ist an sich schon aufschlussreich: Ein Kaffee, der nass komplexer riecht als trocken, kann aromatische Verbindungen enthalten, die erst bei höheren Temperaturen verdampfen.

Gängige Duftbeschreibungen ähneln denen für Aroma und Geschmack: blumig (Jasmin, Rose), fruchtig (Zitrusschale, Beere, Steinobst), nussig, schokoladig, würzig. Für Heimröster, die ihren eigenen Rohkaffee cuppen, liefert die Beachtung des Dufts einen Datenpunkt, bevor das eigentliche Verkosten beginnt – und der Vergleich des Dufts über verschiedene Röstgrade desselben Rohkaffees kann zeigen, wie das Rösten den charakteristischen aromatischen Charakter des Rohkaffees entwickelt oder überdeckt.