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Fremdkörper

Anbau & Verarbeitung

Einfach erklärt

Fremdkörper sind alles, was in einem Rohkaffee-Lot keine Kaffeebohnen sind – Steine, Stöcke, Blätter, Schmutz. Schon eine kleine Menge ist ein Hauptdefekt, der die Spezialitätenqualität ausschließt.

Was ist Fremdmaterial bei der Rohkaffee-Bewertung?

Fremdmaterial bezeichnet jegliches nicht-kaffeehaltiges Material, das in einem Lot Rohkaffee vorhanden ist – Äste, Steine, Erde, Blätter, Schalen, Insektenreste oder anderes Fremdmaterial, das während der Ernte, Verarbeitung oder Lagerung in die Charge gelangt ist. Seine Anwesenheit wird als Defektkategorie bei der Rohkaffee-Bewertung erfasst und trägt zur Defektanzahl bei, die bestimmt, ob ein Lot die Spezialitäten-Qualitätsstandards erfüllt.

Im SCA-Rohkaffee-Bewertungssystem wird Fremdmaterial als primärer Defekt klassifiziert: Ein einzelnes Stück Fremdmaterial in einer 350g Probe zählt als ein voller primärer Defekt. Für die Spezialitäten-Qualität sind null primäre Defekte in der Probe erforderlich, was bedeutet, dass jegliches nachweisbares Fremdmaterial ein Lot von der 80+ Punkte Spezialitäten-Klassifizierung ausschließt, unabhängig von der Tassenqualität.

Fremdmaterial gelangt an mehreren Stellen in die Lieferkette. Bei der Ernte werden Blätter und kleine Zweige bei der Streifenernte zusammen mit der Kirsche gepflückt. Während des Trocknens kann Wind Material auf Patios oder Hochbetten tragen. Während der Trockenmühlenverarbeitung können Steine oder Erde durch Maschinen oder Lagerflächen eingebracht werden. Die meisten Trockenmühlen betreiben Farbsortierer, Dichte-Trenner und in einigen Fällen Röntgengeräte, um Fremdmaterial vor dem Export zu erkennen und zu entfernen. Für Käufer ist das Vorhandensein von Fremdmaterial in einer Rohkaffeeprobe – selbst in kleinen Mengen – ein Warnsignal, da es auf Qualitätskontrolllücken in der Trockenmühle hinweist.