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Wirbelschicht-Röster

Rösten

Einfach erklärt

Ein Heißluft-Röster verwendet einen Strom heißer Luft, um die Bohnen zu rösten, anstatt einer rotierenden Trommel. Der Ikawa Pro ist das am weitesten verbreitete Beispiel im Specialty Coffee.

Was ist ein Wirbelschicht-Röster?

Ein Wirbelschicht-Röster – auch Luft-Röster genannt – röstet Kaffeebohnen vollständig durch Konvektion: Ein starker Strom heißer Luft wird nach oben durch die Bohnenmasse geleitet, wodurch die Bohnen in einer bewegten Luftsäule schweben und bewegt werden. Im Gegensatz zu Trommelröstern gibt es keinen Trommelkontakt und daher keine Wärmeleitung – die gesamte Wärme wird durch den Luftstrom übertragen.

Gängige Wirbelschicht-Röster für die Heimröstung sind der Ikawa Pro (ein präziser Probebohnenröster, der von Kaffeeprofis weit verbreitet ist), der Gene Cafe und modifizierte Popcornmaschinen als einfachste Variante. Gewerblich werden Wirbelschicht-Röster von größeren Betrieben eingesetzt, die sehr saubere, konsistente Ergebnisse mit schneller Wärmeübertragung erzielen wollen.

Die Eigenschaften des Wirbelschicht-Röstens unterscheiden sich deutlich vom Trommelrösten. Ohne Trommelkontakt besteht ein geringeres Risiko für Anbrennen oder Verbrennen. Die Wärmeübertragung ist schnell und direkt, was sehr saubere, helle Tassen erzeugen kann, aber mit weniger körperverstärkenden Eigenschaften, wie sie bei manchen Trommelröstprofilen vorkommen. Die Chargengrößen bei Wirbelschicht-Röstern sind typischerweise kleiner als bei vergleichbaren Trommelmaschinen. Besonders der Ikawa Pro wird als Probebohnenröster in der Rohkaffee-Bewertung häufig verwendet, da seine präzise, programmierbare Luftstrom- und Temperaturkontrolle ihn ideal für vergleichende Cuppings neuer Chargen macht.