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Verbrannt

Rösten

Einfach erklärt

Verbrannte Bohnen sind außen angebrannt, aber innen roh – verursacht durch zu viel Hitze zum falschen Zeitpunkt, meist zu Beginn des Röstvorgangs. Du siehst dunkle oder verkohlte Stellen auf der Oberfläche. Im Getränk schmeckt es rauchig und scharf mit einem bitteren Nachgeschmack. Das ist ein Kalibrierungsproblem und kein Rohkaffee-Problem.

Was ist verbrannter Kaffee?

Verbrannter Kaffee ist außen verbrannt und innen unterentwickelt – das Ergebnis von zu viel Hitze, die zu früh angewendet wird. Die Bohnen haben längeren Kontakt mit einer überhitzten Trommeloberfläche und verkohlen, bevor das Innere sich richtig entwickeln kann. Die beiden Extreme – verkohlte Außenseite, rohes Inneres – landen zusammen in der Tasse.

In der Tasse bekommst du eine Kombination aus scharfen, rauchigen, bitteren Noten zusammen mit etwas, das darunter noch roh und grün schmeckt. Keine angenehme Mischung und eine, aus der man sich beim Rösten nur schwer herausarbeiten kann, wenn es einmal passiert ist. Verbrannte Bohnen sind oft schon vor dem Rösten sichtbar – dunkle oder schwarze Flecken auf der Außenseite der grünen Bohne sind ein Hinweis.

Verbranntes ist etwas anderes als ein dunkler Röstgrad, bei dem die Entwicklung gleichmäßig ist. Das Problem hier ist ungleichmäßige Wärmeübertragung, nicht absichtliche Dunkelheit. Die Lösung liegt meist in der Kalibrierung: Anheiztemperatur, Verhältnis von Charge zur Trommel oder Trommeldrehzahl. Wenn du es regelmäßig siehst, schau dir an, was deine Trommeltemperatur in den ersten zwei Minuten des Röstvorgangs macht – dort fängt es fast immer an.